Wie groß ist die Vorfreude auf den Saisonauftakt, und wie gut hat die Mannschaft die Sommerpause
genutzt?
Die Vorfreude auf den Saisonauftakt ist sehr groß. Das liegt vor allem an der personellen Neuformierung der
Mannschaft. Bereits während der intensiven Vorbereitung war zu spüren, dass das neue Team zunehmend
zusammenwächst und sich auf die bevorstehende Saison freut.
Welcher Eindruck aus den Testspielen und der Vorbereitung macht Euch am meisten Hoffnung für das erste
Spiel?
Alle Spieler sind fit und ziehen gut mit. Durch die Breite des Kaders haben wir deutlich mehr
Wechselmöglichkeiten und können private oder berufliche Absagen besser auffangen. Gleichzeitig können wir
die Belastung und Einsatzzeiten besser verteilen.
Wie sind die Aussichten für dieses Spiel, das gleich ein Derby gegen den TV Beerfelden ist?
Personell sind die Voraussetzungen gut. Trotzdem erwartet uns ein interessanter Auftakt. Beerfelden ist
Aufsteiger, über Jahre eingespielt und wird sich sicherlich von Beginn an positiv in der neuen Klasse
präsentieren wollen. Dazu kommt natürlich der besondere Derbycharakter dieser Partie.
Wie lautet die wichtigste Erkenntnis aus den vergangenen Wochen im Training?
Man spürt eine gewisse Aufbruchstimmung in der Mannschaft und im gesamten Verein. Die
Trainingsbeteiligung war durchweg positiv, und auch die privaten und beruflichen Absagen hielten sich bislang
in Grenzen.
Wie haben sich die neuen Spieler eingelebt, und welche Rolle sollen sie im Team einnehmen?
Unsere fünf Neuzugänge sind bereits sehr gut integriert und haben sich hervorragend in die bestehende
Mannschaft eingefügt. Wir haben nicht den einen herausragenden Spieler, sondern wollen als Kollektiv
überzeugen. Jeder Einzelne – und damit auch jeder Neuzugang – soll seinen Teil dazu beitragen.
Wer hat in der Vorbereitung den größten Sprung gemacht und könnte zur Überraschung der Saison werden?
Ich möchte hier keinen einzelnen Spieler herausheben, weil die Mannschaft bisher sehr geschlossen arbeitet
und die Vorgaben gut umsetzt. Wenn man einen Spieler unbedingt herausdeuten müsste, dann sicherlich
Hannes Weber, der als Neuzugang zum „Spieler der Vorbereitung“ gewählt wurde.
Gibt es vor dem ersten Spieltag personelle Sorgen oder schmerzhafte Ausfälle?
Personelle Sorgen oder größere Ausfälle sind derzeit nicht zu erwarten. Natürlich geht eine zehn bis
zwölfwöchige Vorbereitung nicht spurlos an jedem Spieler vorbei. Die Blessuren halten sich bislang aber in
Grenzen und sollten keinen Einfluss auf den Saisonstart haben.
Mit welchem Tabellenplatz wäre der Verein am Ende der Saison wirklich zufrieden?
Diese Frage muss in erster Linie der Vorstand beantworten. Für mich als Trainer stehen die Neuformierung der
Mannschaft und die kontinuierliche Weiterentwicklung der einzelnen Spieler sowie des gesamten Teams im
Vordergrund. Natürlich möchten wir möglichst schnell die notwendigen Punkte sammeln, um am Ende der
Saison frühzeitig den Klassenerhalt feiern zu können.
Welcher Gegner wird die größte Hürde, und auf welches Derby oder Spitzenspiel freuen Sie sich persönlich am
meisten?
Die Liga ist mittlerweile sehr ausgeglichen. An einem guten Tag kann jeder jeden schlagen, deshalb schauen wir
von Woche zu Woche. Als Team wollen wir an jedem Spieltag das Maximum herausholen und dann sehen, was
am Ende dabei herauskommt.
Natürlich gibt es trotzdem drei bis vier Mannschaften, die die Meisterschaft vermutlich unter sich ausmachen
werden. Besonders freuen können sich die Zuschauer und Spieler auf die Derbys gegen den TV Beerfelden, die
HSG Rodenstein und die HSG Odenwald. Die beiden Partien gegen die HSG Odenwald werden sicherlich noch
einmal ein besonderes öffentliches Interesse genießen, auch wenn hier die Favoritenrolle klar verteilt ist.
Was ist das klare Minimalziel für die ersten drei bis vier Spieltage?
Natürlich muss sich die Mannschaft zunächst finden. Dieser Prozess braucht Zeit und ist mit dem Saisonstart
keineswegs abgeschlossen. Frühzeitige Punktgewinne und positive Ergebnisse in den ersten drei bis vier Spielen
können aber sicherlich richtungsweisend für den weiteren Saisonverlauf sein.
Welchen Handball-Stil dürfen die Zuschauer in dieser Saison in der eigenen Halle erwarten?
Durch die Breite unseres Kaders werden wir sicherlich ein höheres Tempo spielen können. Davon konnten sich
viele Zuschauer bereits bei den bisherigen Testspielen überzeugen. Die Mannschaft hat dort gezeigt, dass sie
mit Einsatz, Emotionen und attraktiven Aktionen die Zuschauer mitreißen kann.
Warum lohnt es sich für die Fans in dieser Spielzeit ganz besonders, die Halle zu füllen?
Die neuformierte Mannschaft ist jung und hungrig und möchte die Heimspiele wieder zu einem echten Event
machen. Wenn die Unterstützung von den Rängen stimmt, bin ich überzeugt, dass sich wieder eine besondere
Gemeinschaft zwischen Mannschaft und Zuschauern entwickeln kann. Das kann uns auch sportlich zu einem
positiven Saisonverlauf verhelfen.
Wer ist der Favorit in der Bezirksoberliga?
Für mich sind die HSG Odenwald und die HSG Haibach/Glattbach die Favoriten. Zum erweiterten Kreis zählen
sicherlich auch die HSG Sulzbach/Leidersbach und der Absteiger aus Babenhausen.
Nach der Verpflichtung von Andi Gaubatz als Trainer für die kommende Saison kann der Verein nun
auch die ersten Neuzugänge vermelden. Mit gezielten Verstärkungen soll der Kader frühzeitig auf die
neuen sportlichen Herausforderungen vorbereitet werden.
Besonders erfreulich ist die Rückkehr von Maxi Zimmermann. Der Rückraumspieler kehrt nach zwei
Jahren zu seinem Heimatverein zurück und soll künftig mit seiner Wurfstärke und Durchsetzungskraft
für zusätzliche Gefahr aus dem Rückraum sorgen.
Für die wichtige Spielmacherposition konnten gleich zwei Neuzugänge verpflichtet werden: Moritz
Beschorner (HSG Weschnitztal) und Hannes Weber (HSG Odenwald II) bilden in der kommenden
Saison ein neues Duo auf der Mitte und bringen sowohl spielerische Qualität als auch taktische
Variabilität mit.
Ebenfalls von der HSG Odenwald wechselt Luke Deblitz zum Verein. Der Kreisläufer gilt als robuster
Abwehrspezialist und soll sowohl im Innenblock als auch im Angriff wichtige Impulse setzen.
Andi Gaubatz zeigt sich hochzufrieden mit den getätigten Verpflichtungen. Durch die Neuzugänge
werde der Kader nicht nur in der Breite, sondern auch deutlich in der Tiefe verstärkt. In die gleiche
Richtung argumentiert auch Vorstandsmitglied Heiko Kredel, der derzeit als Interimstrainer fungiert
und die Personalentscheidungen ausdrücklich begrüßt.
Mit diesen frühzeitigen Weichenstellungen unterstreicht der Verein seine Ambitionen für die
kommende Spielzeit.
Bildunterschrift: v.l.n.r. Interimstrainer Heiko Kredel, Luke Deblitz, Hannes Weber, Maxi Zimmermann,
Moritz Beschorner, 1. Vorsitzender Tobias Merkel
HSG Erbach/Dorf-Erbach bringt über 180 Kinder in
Bewegung
Erbach / Michelstadt – Lautes Lachen, flinke Schritte und jede Menge
fliegende Bälle: Der diesjährige DHB-Handball-Grundschulaktionstag der HSG Erbach/Dorf-Erbach hat die Sporthallen
der Astrid-Lindgren Schule Erbach, der Treppenwegschule Erbach sowie der Schule am Hollerbusch Michelstadt in lebendige
Trainingsarenen verwandelt. Unter Anleitung erfahrener Trainerinnen und Trainer konnten die Kinder einen Vormittag lang Handball hautnah erleben – spielerisch, altersgerecht und mit viel
Begeisterung.
Bereits früh am Morgen herrschte in beiden Hallen reges Treiben. Nach
einer gemeinsamen Aufwärmphase durchliefen die Kinder einen abwechslungsreichen Parcours aus Koordinations-, Geschicklichkeits- und Wurfübungen. An verschiedenen Stationen lernten sie grundlegende
Techniken kennen: Prellen, Werfen, Fangen und zielgenaues Abschließen.
Die HSG Erbach/Dorf-Erbach zeigte sich hochzufrieden mit der Resonanz.
„Unser Ziel ist es, Kindern Freude an Bewegung zu vermitteln und ihnen Handball als vielseitigen Teamsport näherzubringen“, erklärte ein Mitglied des Trainerteams. Viele Kinder hätten zum ersten Mal
Handball ausprobiert und seien sofort mit großer Motivation dabei gewesen.
Auch von Seiten der Schulen gibt es positives Feedback. Lehrkräfte lobten
die professionelle Durchführung und die pädagogisch wertvollen Inhalte des Aktionstages. Neben sportlichen Fähigkeiten fördere das Angebot vor allem Teamgeist, Reaktionsvermögen und Selbstvertrauen –
Kompetenzen, die auch im schulischen Alltag eine wichtige Rolle spielen.
Zum Abschluss erhielten alle Teilnehmenden eine Urkunde des Deutschen
Handballbundes. Wer Interesse hat, Handball weiter auszuprobieren, wurde zu einem unverbindlichen Schnuppertraining bei der HSG eingeladen.
Mit dem erfolgreichen Aktionstag setzt die HSG Erbach/Dorf-Erbach ein
deutliches Zeichen für Nachwuchsförderung und sportliche Gemeinschaft – und bei vielen Kindern dürfte der Spaß am Handball noch lange nachhallen.